Investmentfondskaufmann bei der Arbeit ©FirmBee | Pixabay Public Domain

Ausbildung
Investmentfondskaufmann (m/w)

Bildungsweg
Duale Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Fachhochschulreife
Ausbildungsdauer
3 Jahr(e)

Investmentfondskaufleute analysieren Wertpapiere, Geld- und Kapitalmärkte im In- und Ausland. Sie arbeiten schwerpunktmäßig in der Fondsbuchhaltung, im Fondscontrolling und im Depotgeschäft.

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Deine Tätigkeiten

DAX und Dachs. Ausgesprochen klingt es gleich, geschrieben erkennt man den Unterschied sofort. Doch wenn du selbst beim bloßen Hören des Wortes sofort an Aktienkurse und nicht an Tiere denkst, ist der Beruf des Investmentfondskaufmanns vielleicht genau das Richtige für dich!

Analysen durchführen

Deine Aufgabe als Investmentfondskaufmann ist es, Wertpapiere, Geld- und Kapitalmärkte sowohl im Inland als auch im Ausland zu analysieren und dadurch Fondsmanager beim Aufbau und der Verwaltung von Fonds zu unterstützen. Einen Fond  kann man sich als eine Art Topf vorstellen, in den viele Sparer ihr Geld geben, um dieses gemeinsam in größere Projekt oder Wertpapiere zu investieren. Doch in welche Werte soll mit dem Fondsvermögen investiert werden? Immobilien? Aktien? Und welche Vorteile oder Risiken haben die jeweiligen Optionen? Dies ist für eine Privatperson oft schwer einzuschätzen, daher übernimmst du die Analyse der Kapitalmärkte und beobachtest das Geschehen an der Börse. Du kennst die neusten Entwicklungen und Schwankungen an der Börse ganz genau, kennst die Vor- und Nachteile von Immobilienstandorten und kannst einschätzen, welche Aktien, Wertpapiere oder Immobiliengeschäfte sich derzeit anbieten und lohnen.

 Money, money, money

...always sunny in a rich man’s world sang vor Jahren schon ABBA. Doch damit es in der Welt der Reichen auch sonnig bleibt, will deren Vermögen gut angelegt sein. Neben Analysen ist es deine Aufgabe, Depots – eine Form der Verwahrung von Wertpapieren bei einem Kreditinstitut - zu betreuen und Kundenaufträge abzuwickeln. Du berechnest die Steuern für Fonds und Depots sowie Inventarwerte und Anteilspreise für Sondervermögen. Du führst täglich Fondsabschlüsse durch und bist darüber hinaus für die Fondsbuchhaltung zuständig, in der du die Entscheidungen des Fondsmanagements umsetzt, die du zuvor mit vorbereitet hast. Außerdem unterbreitest du dem Fondsmanagement Vorschläge. Sowohl für interne als auch für externe Stellen schreibst du Berichte und legst sie deinen Kunden vor, um ihnen zum Beispiel die Vor- und Nachteile von gewissen Immobilienstandorten darzustellen. Und bei all den Aufgaben behältst du jederzeit das aktuelle Geschehen an der Börse im Auge und verfolgst, was gerade auf der Welt passiert. Denn beispielsweise ein Hurrikan in den USA, der die Raffinerien bedroht, sorgt dafür, dass der Energiepreis ansteigt. Was für andere nach einer Umweltkatastrophe klingt, ist für dich ein wichtiger Faktor, den du bei deiner Arbeit beachten musst. Ähnliches gilt für politische Entscheidungen, zum Beispiel der Wahl eines neuen Staatsoberhauptes. All dies kann enorme Auswirkungen auf den Markt haben. Als Investmentfondskaufmann brauchst du daher einer gute Allgemeinbildung und es muss dir Spaß machen, jeden Morgen als erstes nachzuschauen, was auf der Welt gerade passiert und wie die tagesaktuellen Aktienkurse aussehen.

Inhalte der Ausbildung


Es handelt sich um eine duale Ausbildung, du wirst also nicht nur im Betrieb ausgebildet, sondern besuchst außerdem die Berufsschule.

Schulische Ausbildungsinhalte

Während deiner Ausbildung setzt du dich unter anderem mit den Bereichen Kommunikation und Kooperation, Marketing und Vertrieb, Kaufmännische Steuerung und Kontrolle, Fondsbezogenes Rechnungswesen, Investmentprozess und Depotgeschäft auseinander. Der Berufsschulunterricht vermittelt dir hierfür das nötige theoretische Grundwissen und du besuchst Fächer wie Wirtschaft, Mathematik und Deutsch, damit du lernst, wie man Analysen von Bilanzkennzahlen durchführt, Inventarwerte berechnet und Berichte und Meldungen richtig verfasst. Außerdem lernst du, welche Einflüsse die Wirtschaftspolitik auf Anlageentscheidungen hat und wie du Unternehmen und ihr Umfeld unter Anlagegesichtspunkten analysierst.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Betrieb erwarten dich die praktischen Tätigkeiten. Zu Beginn der Ausbildung wirst du deinem Ausbilder noch viel über die Schulter schauen, doch nach und nach darfst du eigenständig Aufgaben übernehmen und deine Kenntnisse und Fähigkeiten immer weiter ausbauen. Dir wird beigebracht, wie man Depotkonten eröffnet, führt, abschließt und kontrolliert und wie du Meldungen für das Depotgeschäft erstellst und Statistiken ausführt. Du lernst, worauf du bei der Bearbeitung von Geldeingängen und Geldausgängen zu achten hast. Auch auf die Frage, wie man Wertpapiertypen identifiziert und Risiken aufzeigt und wie die Auflegung und Verwaltung von Fonds funktioniert wirst du bald eine Antwort haben. Außerdem setzt du dich damit auseinander, wie du Immobilienmärkte und –standorte analysierst. Auch der Umgang mit Kunden ist wichtiger Bestandteil deiner Arbeit, den du immer wieder üben wirst.



Voraussetzungen


Als angehender Investmentfondskaufmann bzw. angehende Investmentfondkauffrau solltest du folgende Eigenschaften und Interessen mitbringen:

  • Gute mathematische Kenntnisse
  • Interesse an Wirtschaft und Finanzen
  • Gute Konzentrationsfähigkeit
  • Gute Allgemeinbildung
  • Kaufmännisches Denken
  • Kunden- und Serviceorientierung
  • Sorgfalt
  • Verschwiegenheit
  • Verhandlungsgeschick
  • Psychische Belastbarkeit

Du bist dir nicht sicher, ob nicht vielleicht ein anderer Beruf besser zu dir passen würde? Mach den Test und finde es heraus!

Schulische Voraussetzung

Rein rechtlich ist zwar kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, in der Praxis stellen Betriebe jedoch überwiegend Bewerber mit (Fach-)Hochschulreife ein.

Quellen:
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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