Ausbildung
Informationstechnischer Assistent (schul.) (m/w/d)

Bildungsweg
Schulische Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Realschulabschluss / Mittlere Reife
Ausbildungsdauer
3 Jahr(e)

Der Informationstechnische Assistent richtet Computersysteme und Netzwerke ein, verwaltet und pflegt diese. Er entwickelt Software für die technischen Bereiche und organisiert Schulungen.

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Was macht ein Informationstechnischer Assistent ?

Du stehst schon ein bisschen zwischen den Stühlen. Auf der einen Seite betreust du als Informationstechnischer Assistent die Hardware, auf der anderen Seite beherrschst du aber auch den Bereich der Software. „Allroundtalent“ nennen dich die Einen, „Immer zur Stelle, wenn man ihn braucht“ sagen die Anderen dir nach.

Allround-Talent

Ein neuer Kollege kommt nächste Woche ins Unternehmen und ein neuer Arbeitsplatz muss eingerichtet werden. Das ist für dich selbstverständlich kein Problem. Wo andere einen Kabelsalat erzeugen, verbindest du ordentlich und zielgerichtet die Hardware. Bist du damit fertig, installierst du das entsprechende Betriebssystem auf dem PC und stellst eine Verbindung zum Domainnetzwerk her. Nachdem du auch die genutzte Software installiert und für euren neuen Kollegen eigene Zugangsdaten eingerichtet hast, schließt du diese Aufgabe ab. Im Laufe des Tages beschäftigst du dich unter anderem weiter mit administrativen Aufgaben, indem du zum Beispiel die IT-Systeme wartest, technische Updates durchführst oder auch mal spontan auftretende Probleme mit eurem Server behebst. Hier führst du zum Beispiel eine Systemanalyse durch und führst anschließend Anpassungen am System aus, indem du deine Programmierkenntnisse nutzt und damit die Fehler behebst. Arbeitest du bei einem Dienstleistungsunternehmen, kannst du manche Probleme nicht immer von deinem Schreibtisch aus lösen. Dementsprechend fährst du auch mal auf Montage und installierst oder wartest die Hard- und Software in der Firma vor Ort.


Programmentwickler

C++ oder HTML sind für dich keine Fremdsprachen, sondern eine Möglichkeit Systeme zu programmieren, Anwendungen anzupassen oder eine Website zu erstellen. Mit diesen und anderen Programmiersprachen kannst du ganze Webserver einrichten, Datenbankmodelle entwerfen, diese in Datenbank-Management-Systeme übertragen und schließlich die Datenbankanwendungen steuern. Du entwickelst Software oder optimierst diese speziell für Systemanwendungen und nutzt dafür nicht selten viele verschiedene Programmiersprachen.

Schulungs-Ass

Was du alles kannst, können Andere leider noch nicht. Da die komplexen Themen von Hardware, Software und Programmierung mittlerweile aber für jedes Unternehmen wichtig sind, bist du auch für Schulungen der Mitarbeiter zuständig. Immer wenn zum Beispiel eine neue Software im Unternehmen eingeführt wird, zeigst du deinen Kollegen, wie sie am besten damit umgehen und Schwierigkeiten vermeiden.


Inhalte der Ausbildung


Schulische Ausbildungsinhalte

In der Schule hast du neben allgemeinbildenen Fächern wie Mathematik, Wirtschaft, Deutsch und Englisch auch sehr berufsbezogene Fächer. Du lernst zum Beispiel im Fachbereich der Programmierung verschiedene Programmiersprachen kennen. Deine Lehrer zeigen dir, wie du Software programmierst oder diese anpasst. Außerdem lernst du, wie du Websiten zum Beispiel mit CSS oder PHP programmierst. In Fächern wie Datenbanken oder Netzwerke lernst du wiederum die verschiedenen Anwendungsbereiche deiner Arbeit kennen.


Praktische Ausbildungsinhalte

Da du eine schulische Ausbildung machst, lernst du den Großteil deines Programmier- und Hardwarewissens in der Schule kennen. Dein mindestens achtwöchiges Betriebspraktikum gibt dir aber zusätzlich auch konkrete Einblicke in die Praxis. Hier siehst du, wie eigentlich deine fertig ausgebildeten Kollegen in der Praxis arbeiten und wie es sich tatsächlich anfühlt eine Software zu programmieren, die am Ende vom Unternehmen auch direkt genutzt wird. Du bist mitten im Geschehen, fährst je nachdem, wo du dein Praktikum machst, mit deinen Kollegen zum Kunden und installierst hier zum Beispiel schon weitestgehend selbstständig Hardware und Software oder hilfst bei der Wartung.

Besonderheiten


Die Ausbildung zum Informationstechnischen Assistenten ist eine schulische Ausbildung und dauert  - je nachdem, in welchem Bundesland du sie machst - zwischen zwei und drei Jahren. Außerdem bieten dir viele Berufsschulen an, sogenannte Zusatzkenntnisse zu erwerben, mit denen du zusätzlich zum Ausbildungsabschluss die allgemeine Hochschulreife oder die Fachhochschulreife machen kannst.



Wie werde ich Informationstechnischer Assistent ?


Ok, wir geben es zu: Als Informationstechnischer Assistent braucht man in fachübergreifenden Themen schon einige Kenntnisse. Interessierst du dich grundsätzlich für Technik, hast mindestens einen Realschulabschluss und bist mit Spaß bei der Sache, sind das aber schon einmal sehr gute Voraussetzungen für eine Bewerbung in diesem Bereich. Außerdem solltest du dich in diesen Eigenschaften wiederfinden: 

  • exaktes, gründliches Arbeiten
  • Kommunikationsbereitschaft
  • Problemlösefähigkeit
  • Spaß am programmieren
  • Interesse für Computer
  • technisches Verständnis
  • logisch-analytisches Denken
  • Ausdauer
  • Geduld
  • Zuverlässigkeit

Ist der Beruf des Informationstechnischen Assistenten wirklich deine erste Wahl, oder soll es lieber ein anderer technischerer Beruf sein? Bist du dir noch nicht ganz sicher, nehme dir doch ein paar Minuten Zeit für den Test mit unserem Berufsscout.


Quellen:
Herausgegeben vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen Lehrplan für das Berufskolleg in Nordrhein-Westfalen (abgerufen am 12.9.2017)
Bernd Blondow Schulen Ausbildung zum Informationstechnischen Assistenten (abgerufen am 12.9.2017)
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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