Industriekaufmann (m/w): Ein Ausbildungsberuf für Allrounder bei TenneT
Industriekauffrau bei Continental - Franziska Wichlei
Brillux Ausbildung - Industriekauffrau/-mann

Industriegüter verkaufen, Kosten und Preise kalkulieren und überwachen, Marktanalysen durchführen und Kunden werben

Büro und Verwaltung Sprachen
Industriekaufleute sind zugleich Allrounder und Spezialisten für die Industrie: Rechnungswesen, Materialwirtschaft, Produktions-, Absatz- und Personalwirtschaft sind die Funktionsbereiche in denen sie eingesetzt sind, also überall da, wo Industriebetriebe kaufmännische Qualifikationen benötigen. Aber die Vielfalt dieser Einsatzbereiche bringt auch Farbe in den Berufsalltag, immer vorausgesetzt, man hat ein Faible für betriebswirtschaftliche Tätigkeiten. Allein die Materialwirtschaft umfasst eine breite Aufgabenpalette, etwa das Bestellen von Roh- und Hilfsstoffen, das Kalkulieren von Angebotspreisen, die Kontrolle des Wareneingangs und die Rechnungsprüfung. Selbstverständlich muss der kaufmännische Angestellte in diesem Bereich gute Material- und Warenkenntnisse besitzen, je nachdem, in welchem Industriebetrieb und welcher Branche er tätig ist.
Zwar spezialisieren sich die angehenden Industriekaufleute in ihrer späteren Berufstätigkeit auf bestimmten Feldern: Beispielsweise kümmern sie sich in der Personalbteilung um Fragen des Personalbedarfs, führen die Personalakten, erstellen Lohn- und Gehaltsabrechnungen, oder sie bemühen sich im Vertrieb, den Absatz anzukurbeln, im Rechnungswesen um korrekte Abrechnung und Buchführung. Dennoch sind sie im modernen Industriebetrieb in erster Linie kundenorientierte Sachbearbeiter, die team-, prozess- und projektorientiert unter Verwendung aktueller Informations-, Kommunikations- und Medientechnik an Problemlösungen arbeiten.

Die europäische Zusatzqualifikation beinhaltet u. a. die Lernbereiche Internationales Marketing, Internationales Recht, Business-Englisch sowie weitere Fremdsprachen. Während der Ausbildung sind durchaus Praktika in den europäischen Nachbarländern möglich.

Voraussetzungen


In der Einkaufsabteilung laufen die Telefone heiß: Wo bitte bleiben die bestellten Elektromotoren? Der Kollege aus dem Lager ruft an und meldet einen Transportschaden gerade an der Pumpe, die dringend in der Produktion benötigt wird. Ob - wie in diesen Fällen - in der Materialwirtschaft, im Absatz oder der Produktion: Industriekaufleute sind die "Service-Schnittstellen" ihrer Betriebe. Als solche arbeiten sie selbstständig, verantwortungsbewusst und kooperativ mit ihren unternehmensinternen oder -externen Lieferanten und Kunden.
Je "entspannter" das persönliche Verhältnis zum Umgang mit Prozessen und Kenngrößen ist, desto sicherer ist die berufliche Zufriedenheit in diesem wie in allen Berufen mit deutlich kaufmännischem Schwerpunkt (vgl. etwa Versicherungskaufmann oder Bankkaufmann). Fremdsprachenkenntnisse haben in diesem Beruf eine zunehmende Bedeutung.

Zukunftschancen


Industriekaufleute können sich auf verschiedene Sachgebiete spezialisieren: etwa den Ein- oder Verkauf, die Lagerverwaltung, den Versand oder die Buchhaltung. Darüber hinaus bietet sich je nach Betriebsgröße und Branche meist eine Fülle von Lehrgängen zur zusätzlichen Qualifizierung: Fremdsprachen, Datenverarbeitung, Beschaffungsmanagement, betriebliche Logistik, Materialflussplanung oder Wertanalyse sind nur ein kleiner Teil aus dem breiten Angebot. Spezialisten mit zusätzlicher Ausbildung sind aber auch Bilanzbuchhalter und Fachkaufleute der verschiedensten Fachrichtungen: Etwa für Marketing, Außenwirtschaft, Personalwesen und Vertrieb. Als qualifizierte Führungskräfte übernehmen sie Führungsaufgaben in ihrem jeweiligen Fachbereich.
Die Berufsbezeichnung Industriefachwirt erwirbt man nach dem Besuch von Vorbereitungslehrgängen, die mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer abschließen. Mit vertieften betriebswirtschaftlichen Kenntnissen sind Industriekaufleute dann als Fach- und Führungskräfte in kleineren und mittleren Unternehmen tätig.

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