Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Ausbildungsdauer

2 Jahr(e)

Was macht ein Industrieelektriker Fachrichtung Geräte und Systeme?

Fertigung und Montage

Gerade ist ein neuer Auftrag eingegangen: Im Lehrerzimmer einer Realschule soll eine Alarmanlage installiert werden. Kein Problem – das hast du schon hundertmal gemacht! Der Hersteller hat allerdings gerade ein neues Gerät auf den Markt gebracht. Das bedeutet für dich, dass du dich zunächst mit den technischen Unterlagen auseinandersetzen musst. Es werden Schaltpläne studiert, Stücklisten gelesen und ein entsprechender Fertigungsplan konzipiert. Im Team verteilt ihr untereinander die Aufgaben so, dass die Bauteile möglichst schnell hergestellt und zum fertigen Gerät montiert werden können. Schließlich möchte der Kunde nicht länger warten als nötig. Einzelne mechanische Komponenten bearbeitest du von Hand und fügst sie durch Fügetechniken wie Löten, Schweißen und Schrauben zu einer Baugruppe zusammen.

Installation und Einweisung der Nutzer

Wenn das Gerät samt elektrischer und mechanischer Bauteile den Konstruktionsunterlagen entspricht, ist es an der Zeit, die Software des Gefahrenmeldesystems aufzuspielen und zu konfigurieren, sodass die Alarmanlage auch per App und im Webbrowser zu bedienen ist sowie mit einem Sicherheitscode ausgestattet wird. Zu guter Letzt prüfst du, ob alle Funktionen einwandfrei abrufbar sind. Dazu verwendest du eine spezielle Analyse-Software. Sind die Sensoren optimal eingestellt? Funktioniert die Signalverarbeitung einwandfrei? Gegebenenfalls wird nun noch einmal nachgebessert. Dann kannst du dich mit dem neuen Gerät auf den Weg zur Schule begeben, wo du es montierst und in Betrieb nimmst. Du lässt dem Kollegium selbstverständlich eine ausführliche Bedienungsanleitung da, doch deine persönliche Einweisung darf auf keinen Fall fehlen. Geduldig erklärst du der Schulleitung und dem Lehrerkollegium, wie die Anlage funktioniert, wie man die Anlage scharfstellt und wie man sie bei versehentlicher Auslösung deaktiviert.

Wartung und Reparatur

Ein so komplexes Gerät wie ein Gefahrenmeldesystem, das aus informationstechnischen, kommunikationstechnischen, elektronischen und mechanischen Bauteilen besteht, muss regelmäßig auf seine volle Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Eine solche Maßnahme nennt man Wartung. Wenn du ein Gerät bei einem Kunden verbaut hast, bist du auch für die anschließenden Wartungs- und Reparaturmaßnahmen zuständig. Der Kunde kann dich im Falle einer Fehlermeldung anrufen und du bist so schnell es geht zur Stelle. Mit einer Prüfsoftware begibst du dich auf Fehlersuche, analysierst die Störursache und tauschst, wenn nötig, defekte Teile aus oder führst ein Software-Update durch.

Inhalte der Ausbildung

Neben den Ausbildungsinhalten, die du ohnehin in der Grundausbildung des Industrieelektrikers lernst, kommen im zweiten Jahr für die Fachrichtung Geräte und Systeme diese Inhalte hinzu:

Du wirst dich vorrangig mit der Elektroenergieversorgung für Geräte und Systeme beschäftigen. Dazu lernst du verschiedene Netzformen und Schaltnetzteile kennen. Du setzt dich mit den verschiedenen Bauteilen und Gehäusen, die zum Bau der Geräte verwendet werden, auseinander. Du lernst etwas über Energieversorgung der Geräte, über Kühlung und über analoge und digitale Signale sowie über Steuerungs- und Regelungstechnik und Datenübertragung. Weil du auch im Kundenkontakt stehst und Aufträge nach Kundenwunsch ausführst, lernst du, wie man Informationen für den Kunden gezielt aufbereitet und Nutzer in die Bedienung der Geräte und Systeme einweist. Du lernst auch, wirtschaftlich zu planen, Kosten zu kalkulieren und Angebote zu unterbreiten.

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