Heilerziehungspflegerin bei der Arbeit ©denys_kuvaiev - Fotolia.com

Ausbildung
Heilerziehungspfleger (schul.) (m/w/d)

Bildungsweg
Schulische Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Realschulabschluss / Mittlere Reife
Ausbildungsdauer
3 Jahr(e)

Heilerziehungspfleger begleiten und unterstützen die ihnen anvertrauten behinderten Menschen mit dem Ziel, ihnen ein weitestgehend selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

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Was macht ein Heilerziehungspfleger ?

Deine Mission als Heilerziehungspfleger ist es, die größtmögliche Selbständigkeit für den behinderten Menschen zu schaffen, den du gerade betreust. Dabei sind die Mittel, mit denen du dein Ziel erreichst, vielfältig: Du bist ein Organisationstalent, eine Vertrauensperson und ein Teamplayer. Als Heilerziehungshelfer ist es deine Aufgabe dich um die Bedürfnisse deines Schützlings zu kümmern und die unterschiedlichen benötigten Fachdienste perfekt in den alltäglichen Tagesablauf des behinderten Menschen zu integrieren. Dabei arbeitest du natürlich nicht alleine, sondern bist im ständigen Austausch mit den Angestellten der Fachdienste und anderen Einrichtungen. Außerdem bist du die Ansprechperson für deinen Schützling aber auch für seine Angehörigen. Mit ihnen erarbeitest du Förderpläne und führst teilweise auch ergänzend und weiterführend zu den Fachdiensten eigene Maßnahmen durch.

Fähigkeiten-Förderer

Du kannst das wirklich richtig gut: Frischen Wind in das Zuhause deiner betreuten Person bringen und das nicht nur, wenn du das Fenster aufmachst. Du motivierst sie für neue Freizeitbeschäftigungen wie Schwimmen, Malen oder Musik machen. Du bist eine Inspirationsquelle für deine Schützlinge, nimmst dir Zeit für Gespräche, gehst individuell auf ihre Bedürfnisse ein und bist auch in der Lage neue Interessen anzuregen und die Fähigkeiten jedes Einzelnen zu fördern.

Alltags-Bewältiger

Du zeigst deinen betreuten Personen, wie sie Vieles alleine schaffen können und erklärst und übst mit ihnen, wie sie trotz Behinderung ihren Alltag bewältigen: Einkaufen gehen, Essen kochen oder sich richtig pflegen ist mit deiner Hilfe kein Problem mehr. Ob jemand körperlich, seelisch oder geistig behindert ist: Du findest die richtigen Ansatzpunkte um ein selbstbestimmtes Leben so gut es geht möglich zu machen. Egal, ob es ein Einkaufstraining im Supermarkt oder deine Unterstützung bei der täglichen Pflege ist.

Inhalte der Ausbildung


Schulische Ausbildungsinhalte

In der Schule erhältst du Einblicke in mehrere Bereiche. Neben den medizinischen Grundlagen lernst du vor allem auch die psychologische Seite deines zukünftigen Berufes kennen. Außerhalb von der Theorie hast du aber auch sehr praxisnahe Fächer, wie „Musik und Bewegung“ oder „Spiel und Gestaltung“. Durch die medizinischen und fachlichen Hintergründe auf der einen und die praktische pädagogische Umsetzung auf der anderen Seite, bieten dir die verschiedenen Fächer eine umfangreiche Vorbereitung auf die Praxis.

Praktische Ausbildungsinhalte

Da du eine schulische Ausbildung machst, hast du keine regelmäßigen Praxiszeiten. In deinem Berufspraktikum hast du allerdings die Möglichkeit, deine erworbenen Kenntnisse zu vertiefen und in verschiedenen stationären aber auch ambulanten Einrichtungen für Menschen mit Behinderung Erfahrungen zu sammeln. Selbständig übernimmst du hier bereits Aufgaben in der Pflege, Bildung und Förderung.


Besonderheiten


Ausbildungsaufbau

Je nach Regelung des einzelnen Bundeslandes beinhaltet deine schulische Ausbildung drei Jahre schulische Ausbildung mit integriertem Berufspraktikum oder zwei Jahre schulische Ausbildung mit einem Jahr Berufspraktikum.

Zugangsvoraussetzungen

Die Zugangsvoraussetzungen sind von Bundesland zu Bundesland verschieden. Mindestens solltest du jedoch einen Realschulabschluss und eine abgeschlossene Ausbildung vorweisen können. Einige Institutionen verlangen auch die Fachhochschulreife mit einschlägigen Praktika. Weitere Informationen zu den schulischen und beruflichen Voraussetzungen erhältst du bei Berufenet.



Wie werde ich Heilerziehungspfleger ?


Du bringst eine große Portion Einfühlungsvermögen mit und bist hochmotiviert, Menschen zu helfen. Darüber hinaus werden in der Regel ein Realschulabschluss und eine abgeschlossene Ausbildung oder eine mehrjährige Berufstätigkeit vorausgesetzt. Einige Bundesländer fordern zusätzlich noch ein ärztliches Attest oder ein Führungszeugnis an. Weitere Informationen zu den schulischen und beruflichen Voraussetzungen in den verschiedenen Bundesländern bekommst im Berufenet der Bundesagentur für Arbeit. Abgesehen davon solltest du folgende Eigenschaften mitbringen:

  • Spaß am Umgang mit Menschen
  • Empathie
  • körperliche und psychische Belastbarkeit
  • Verantwortungsbereitschaft
  • Zuverlässigkeit
  • Organisationstalent
  • Teamfähigkeit


Quellen:
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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