Wie werde ich Geomatiker?

Realschulabschluss mit guten Leistungen in Mathematik, Geometrie und technischem Zeichnen sind empfehlenswert.

Weiterhin sollten Freude am präzisen Arbeiten, Konzentrationsfähigkeit, logisches Denken, Ausdauer, technisches Verständnis, Teamfähigkeit, Lernfreude und Freude am Arbeiten im Freien vorhanden sein.

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Azubi-Gehalt

Ø 1020 EUR

Was macht ein Geomatiker?

Wer die Route für die nächste Autofahrt in sein Navigationssystem eingibt, eine Wandertour plant oder einen Überblick über die Entwicklung der Flächennutzung in Deutschland bekommen möchte, kann auf die Arbeitsergebnisse von Geomatikern und Geomatikerinnen zurückgreifen. Diese verwerten Geodaten wie Vermessungsergebnisse, Luftaufnahmen oder statistische Erhebungen, die sie entweder selbst erfassen oder von anderen Anbietern beziehen.

Mittels spezieller Anwendungsprogramme setzen sie am Computer die Daten in Karten, Präsentationsgrafiken, dreidimensionale Darstellungen oder Animationen (z.B. Flug über Gelände) und multimediale Anwendungen um. Dabei veranschaulichen sie ausgewählte Aspekte räumlicher Gegebenheiten, z.B. die Verteilung der durchschnittlichen Niederschlagsmengen und/oder die Bodenbeschaffenheit in einer Region, oder sie modellieren Entwicklungen wie das Abschmelzen von Gletschern oder die Veränderung der Sozialstruktur einer Stadt nach Stadtteilen innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Sie erstellen z.B. 3-D-Modelle von Erdschichten, Geländeoberflächen oder Städten sowie die Originale für herkömmliche geografische und thematische Karten.

Geomatiker/-innen stellen jedoch nicht nur neue Karten, Grafiken oder Modelle her, sondern sie korrigieren und aktualisieren auch veraltete Exemplare bzw. Darstellungen oder ergänzen diese um neue statistische Informationen oder Texte.

Ihre Arbeit umfasst auch das Datenmanagement und die Beratung von Kunden. Wenn sie etwa in Dienststellen des Vermessungs-, Kataster- oder Geoinformationswesens oder in Betrieben und Verlagen der Kartografie beschäftigt sind, müssen sie bei der Beschaffung, Verarbeitung und Organisation von Geodaten systematisch, exakt und umsichtig vorgehen. Dabei richten sie sich stets nach den relevanten Rechts- und Verwaltungsvorschriften, z.B. zum Daten-, Umwelt- und Gesundheitsschutz, setzen die Vorgaben des Qualitätsmanagements um und orientieren sich an den Wünschen ihrer Kunden. Geomatiker/-innen beraten sie vor allem hinsichtlich der Art und Menge der zur Auftragserfüllung benötigten Daten, der optimalen Darstellung der Ergebnisse sowie bezüglich der Erkenntnisse und Schlüsse, die z.B. für die Standortplanung eines Unternehmens daraus gezogen werden können.

Inhalte der Ausbildung

Geomatiker und Geomatikerinnen ...

  • erfassen und beschaffen Geodaten,
  • verarbeiten, verwalten und veranschaulichen Geodaten und bereiten sie in unterschiedlichen Formaten für verschiedene Medien auf,
  • nutzen die Informations- und Kommunikationssysteme der Geomatik,
  • führen Aufträge kundenorientiert unter Verwendung von Geodaten durch,
  • wirken in der Kundenberatung mit und sind mit Marketingstrategien vertraut,
  • wenden Methoden der visuellen Kommunikation und grafischen Gestaltung von Karten an und beherrschen die Vermittlung und Darstellung komplexer räumlicher Sachverhalte,
  • setzen Geodaten in Karten, Präsentationsgrafiken und multimediale Produkte um,
  • wenden Informations- und Kommunikationstechniken an,
  • sind mit den berufsbezogenen Rechts- und Verwaltungsvorschriften vertraut,
  • wenden naturwissenschaftliche und mathematische Grundlagen der Geoinformationstechnologie an,
  • arbeiten teamorientiert und qualitätssichernd

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