Wie werde ich Gärtner?

Der sogenannte „grüne Daumen“ sollte dir definitiv für diesen Beruf nicht fehlen, aber es gibt noch andere Eigenschaften und Fähigkeiten, die dir als angehender Gärtner behilflich sein werden:
  • Technisches Verständnis
  • Fingerfertigkeit und Feinfühligkeit
  • Kreativität
  • Gefühl für Farben und Formen
  • Bereitschaft, dich dreckig zu machen
  • Gutes Namengedächtnis (botanische Namen auf Latein und Deutsch)
  • Freude am Arbeiten im Freien (bei jedem Wetter)
  • Geduld
Darüber hinaus solltest du mindestens einen Hauptschulabschluss haben. Du kannst dich aber auch mit allen anderen Schulabschlüssen für eine Ausbildung zum Gärtner bewerben. Vor allem die richtige Motivation und der Spaß an der Arbeit mit Natur und Technik sind wichtig. Auch ein vorausgehendes Praktikum wird gern gesehen.

Wenn du wissen möchtest, ob du die Voraussetzungen eines Gärtners erfüllst, mach doch mal den Test.

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Hauptschulabschluss

Ausbildungsdauer

3 Jahr(e)

Was macht ein Gärtner?

Wie wird aus einem Flieder eine blühende Augenweide, die auf ihre Quadratmeter beschränkt bleibt und nicht zur Geißel des Gartens wird? Welche Pflanzen bevorzugen Sonne, welche Schatten? Wie düngt man seinen Garten umweltgerecht? Solche praktischen Tipps werden von einem Gärtner-Profi erwartet. Schließlich ist er Experte für Anzucht, Pflege und Pflanzenverwertung sowie für Ernte und Vermarktung von Schnittblumen, Stauden, Gemüse und Obst.

Schaue dir die sechs verschiedenen Fachrichtungen an, um  herauszufinden, welche Tätigkeiten sich dahinter verbergen!

Gut zu wissen...
  • Im Zuge der Aufforstungsprojekte von PLANT-MY-TREE ist es möglich, sich mit einer Baumspende zu beteiligen und einen positiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Bisher wurden auf diesem Wege allein in Deutschland fast 140.000 Bäume gepflanzt.
  • Bambuspflanzen wachsen an einem Tag bis zu 90 Zentimeter. Ein Apfelbaum dagegen wächst täglich weniger als zwei Millimeter.
  • Die Tomate ist das beliebteste Gemüse der Deutschen. Pro Kopf verzehren wir rund 26 Kilogramm im Jahr. Mit etwas Abstand folgen Karotten und Rote Beete mit rund neun Kilogramm jährlichem Verbrauch.

Inhalte der Ausbildung

Die Ausbildungsinhalte sind natürlich abhängig von der Fachrichtung, in der du deine Ausbildung absolvierst. Hier daher nur eine Auswahl an möglichen Inhalten deiner Ausbildung:

Schulische Ausbildungsinhalte

In der Schule wirst du dich vor allem mit den Fächern Biologie, Chemie, Technik und auch Mathe auseinandersetzen. Du lernst die verschiedenen Pflanzenarten und ihre Verwendung kennen. Dabei musst du viel auswendig lernen, zum Beispiel die botanischen Namen, auf Deutsch und auch Latein! Du lernst auch, wie Energie und Materialien umweltbewusst eingesetzt werden und welche chemischen Stoffe in Düngemitteln verwendet werden.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernst du die Maschinen und Geräte kennen, die in deinem Betrieb verwendet werden. Du wirst dich mit den Produktionsverfahren, der Bewässerung und Entwässerung, der Vermehrung und Jungpflanzenanzucht und dem Verkauf und der Beratung auseinandersetzen. Je nach Fachrichtung lernst du auch wie Bäume und Sträucher gerodet, sortiert, gekennzeichnet und gelagert werden, wie Obst und Gemüse fachgerecht geerntet wird, wie Baustellen für den Gartenbau eingerichtet werden, wie Trauergestecke gebunden und dekoriert werden und so weiter.

Fachrichtungen

Gärtner der Fachrichtung Friedhofsgärtnerei gestalten in Absprache mit ihren Kunden Grabbepflanzungen, sie erstellen Gestecke und Sträuße für Beerdigungen und pflegen Grabstätten auf Wunsch regelmäßig.

Was macht ein Gärtner Fachrichtung Friedhofsgärtnerei?

Als Friedhofsgärtner ist dir der Kontakt zu Kunden besonders wichtig. Du kennst deine Kunden meist über mehrere Jahre, wenn du Gräber ihrer Angehörigen regelmäßig pflegst. Für jede Jahreszeit wählst du die passenden Pflanzen aus. Das Besondere an dieser Fachrichtung ist, dass du eine sehr kleine Fläche gestaltest. Deine Arbeit ist daher sehr filigran und du solltest Fingergeschick mitbringen und ein Gespür für räumliches Gestalten. Das Gute ist, dass du immer sofort siehst, was du geschaffen hast. So ein Grab ist verhältnismäßig schnell gestaltet und das Ergebnis sofort sichtbar. Deshalb bekommst du auch regelmäßig Kundenfeedback und stehst mit deinen Kunden weiter in Kontakt. Auch floristische Tätigkeiten sind deine Spezialität. Du gestaltest Grabgestecke und Sträuße für Beerdigungen nach Kundenwunsch. Durch die schwierigen Umstände, in denen die Kunden auf dich zukommen, solltest du unbedingt einfühlsam sein und ein offenes Ohr haben.    

Schalen, Kränze und Blumenbeete

Deine Ergebnisse im Bereich der Friedhofsgärtnerei sind sehr vielseitig. Sowohl im Bereich der Grabgestaltung als auch bei der Grabbepflanzung und der Pflege der kompletten Friedhofsanlage bist du der richtige Ansprechpartner. Während Rasenmähen und Heckeschneiden eher zu den grobmotorischen Tätigkeiten zählen, musst du für Grabgestecke schon eher feinfühliger sein und kannst deine ganze Kreativität zum Ausdruck bringen. Dabei solltest du aber unbedingt die Wünsche deiner Kunden beachten, denn die müssen schließlich mit dem fertigen Produkt zufrieden sein und besonders die Gestaltung von Grabstätten ist häufig ein sehr sensibles Thema. Bei der Wahl der Pflanzen, ihrer Anordnung und Pflege berätst du Angehörige und nimmst ihnen auf Wunsch die Arbeit ab.

Vom Auftrag zum bunten Beet

Wenn du einen Auftrag für einen Grabstätte bekommen hast, nimmst du zunächst die Maße und erstellst eine Skizze. Bei Staudengärtnereien oder Zierpflanzenbaubetrieben bestellst du die Pflanzen oder holst sie aus dem betriebseigenen Gewächshaus, wo du Jungpflanzen unter optimalen Bedingungen heranzüchtest. Auch Steine und andere Dekorationselemente beziehst du in die Planung ein.

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildungsinhalte

In der Berufsschule lernst du nicht nur Grundlagen der Botanik, sondern bekommst auch Einblicke in die Floristik. Die benötigst du, um Grabgestecke, Sträuße und Kränze zu gestalten. Da du viel im Kontakt mit Kunden stehst, lernst du zum Beispiel durch Rollenspiele wie du auf Anfragen, aber auch auf Beschwerden professionell reagierst. Du wirst auch Kenntnisse im Rechnungswesen und zu betrieblichen Abläufen erwerben, da du nach gemachter Arbeit auch die Abrechnung erstellst. Auch mit Friedhofsverordnungen und dem Friedhofsrecht solltest du dich als Friedhofsgärtner auskennen.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb wirst du in alle Bereiche eingearbeitet.  Das heißt, dass du sowohl auf dem Friedhof, in der Friedhofskapelle bzw. Trauerhalle, im Gewächshaus und in den Verkaufsräumen deines Betriebs unterwegs bist.  Du lernst dort, welchen Pflanzen typischerweise verwendet werden, um Grabstätten zu schmücken, wie sie gepflegt werden müssen und wie du auf Kundenwünsche eingehst.

Gärtner der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau setzen die Pläne von Garten- und Landschaftsarchitekten um. Sie gestalten und pflegen Gärten und Grünflächen.

Was macht ein Gärtner Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau?

Als Garten- und Landschaftsbauer kannst du Gartenträume realisieren und ein Stück Lebensqualität schaffen. Das verursacht nicht nur ein tolles Gefühl, wenn alles fertig ist, sondern macht auch Spaß. Du bedienst dich der Produkte, die der Staudengärtner oder Baumschuler bereitstellt. Hier ist Teamarbeit gefragt, denn auf der Fläche, die du gestaltest, haben mehrere Gärtner Platz und in Zusammenarbeit kommt ihr schneller zum Ziel. Ob du eine Hofeinfahrt bepflastern, einen Gartenteich anlegen, einen Sichtschutz aus Heckenpflanzen errichten, ein Gründach pflanzen oder ein Blumenbeet gestalten sollst – die Arbeit im Freien sollte dir Freude bereiten sowie auch der Kontakt zu deinen Kunden.

Die grüne Lunge

Parks gelten als „grüne Lunge“ in Städten. Sie sind der Lebensraum vieler Pflanzen und Tiere, spenden Sauerstoff für die Menschen und regulieren das Klima. Als Gärtner der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau legst du nicht nur heimische Gärten und Terrassen, sondern auch Parks, Spielplätze, Sportplätze und Verkehrsinseln an. Du planst zunächst ein Konzept, misst die Baustelle aus, organisierst Baugeräte und Materialien, teilst Personal ein und machst dich anschließend mit deinem Team an die Arbeit.

Bei Wind und Wetter draußen unterwegs

Für einige ist das ein Traum, für andere eine Horrorvorstellung. Als Gärtner oder Gärtnerin bist du ein echter Draußen-Mensch. Mit Spaten und Hacken gräbst du Bäume und Pflanzen aus, um sie später wieder in neuer Anordnung einzupflanzen. Du installierst Bewässerungsanlagen, pflanzt Blumen und Sträucher, schneidest Hecken und achtest bei jedem Arbeitsschritt darauf, dass du keine unnötigen Eingriffe in die Natur einnimmst und den Tieren und Pflanzen einen optimalen Lebensraum bietest.

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildungsinhalte

In der Berufsschule erwirbst du die botanischen Grundlagen, die du für deinen Beruf benötigst. Du setzt dich mit den unterschiedlichen Erden auseinander, lernst welche Pflanzen welche Bodenbedingungen benötigen und in wie du sie am besten kombinieren kannst.  Du erfährst, wie Bewässerungsanlagen funktionieren, welche Pflanzenschutzmaßnahmen es gibt und wie sie wirken. Auch Umweltschutz spielt eine große Rolle in deiner Ausbildung.  

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb schaust du zunächst deinem Ausbildungsleiter über die Schulter und kannst bei einfachen Tätigkeiten bereits selbst mit anpacken. Du lernst, wie du Gruben aushebst und entsprechend sicherst, wie Entwässerungsrohre verlegt werden, wie man Teiche anlegt, Bäume fällt und pflanzt und die Qualität von Pflanzen und Böden beurteilt. Je weiter die Ausbildung voranschreitet, desto mehr Verantwortung wird dir übertragen. Es dauert nicht lange, dann darfst du bereits deinen ersten eigenen Auftrag planen und durchführen!

Gärtner der Fachrichtung Zierpflanzenbau werden den Ansprüchen von Zierpflanzen, also Zimmer- und Balkonpflanzen gerecht. Sie haben nicht nur einen grünen Daumen, sondern wissen auch, was schön aussieht und gern gekauft wird.

Was macht ein Gärtner Fachrichtung Zierpflanzenbau?

Als Stauden- oder Zierpflanzengärtner beschäftigst du dich mit kleinen Pflanzen. Hier ist ein grüner Daumen Pflicht. Du musst genau wissen, was eine Pflanze braucht, welche Ansprüche sie an die Umwelt stellt und was zu jedem Zeitpunkt gerade in der Pflanze passiert. Das erfordert eine gute Beobachtungsgabe und viel Geduld. 

Als Zierpflanzengärtner arbeitest du vor allem im Gewächshaus. Zierpflanzen werden als Zimmer- oder Balkonschmuck eingesetzt. Sie werden dann verkauft, wenn sie in ihrer vollen Pracht stehen. Du solltest also ein gewisses Gefühl für Farben und Formen haben, wenn du die Pflanzen nach ihrer Schönheit beurteilst. Außerdem solltest du ein Händchen für technische Sachverhalte mitbringen. Besonders im Gewächshaus werden viele Prozesse automatisch gesteuert und ein technisches Verständnis hilft dir, die Anlagen besser zu verstehen.

Mit oder ohne Blüte, hängend oder stehend, als Strauß oder im Topf

Mit Zierpflanzen kennst du dich bestens aus! Du weißt, welche Temperaturen sie am liebsten haben, welche von ihnen sogar im Kalthaus überwintern können, wie die Blumenerde beschaffen sein sollte, um ein optimales Wachstum zu ermöglichen und wie du Schädlinge bekämpfen kannst. Marienkäfer sind zum Beispiel für bestimmte Blattläuse eine gute Alternative zu chemischen Pflanzenschutzmitteln. Sie fressen die kleinen Ungeziefer nämlich einfach auf und ermöglichen der Pflanze so ungehindertes Wachstum.

Mit Blumen Menschen eine Freude machen

Zum Muttertag, zum Geburtstag, zum Hochzeitstag, zur Einweihung, zur Verabschiedung oder einfach zwischendurch – wir haben es uns angewöhnt, mit Blumen Nachrichten zu übermitteln. Blumen holen uns die Natur ins Haus und machen es gemütlich. Wohnungen und Häuser ohne Blumen und Pflanzen wirken oft kalt. Sobald ein Kunde deinen Betrieb betritt, weißt du, dass er ihn zufrieden wieder verlassen wird, denn mit deiner Beratung wird er sicherlich die richtige Pflanze finden. Auch für den Großhandel und Blumeneinzelhandel verkaufst du deine gezüchteten Pflanzen und berätst zum Sortiment und zur fachgerechten Lagerung der Zierpflanzen.

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildungsinhalte

In der Berufsschule erwirbst du die biotechnischen Grundlagen für die Pflanzenaufzucht in technisierten Gewächshäusern. Du erfährst zum Beispiel, wie technische Einrichtungen zum Heizen, Lüften, Belichten, Verdunkeln, Bewässern und Düngen eingesetzt werden und natürliche, welche Pflanzen welche Ansprüche stellen.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Damit deine biologischen und chemischen Kenntnisse nicht als heiße Luft verpuffen, darfst du sie im Ausbildungsbetrieb direkt in die Praxis umsetzen. Hier lernst du die Zierpflanzenarten deines Betriebs haargenau und in Farbe kennen. Du lernst das Umtopfen, das Bekämpfen von Schädlingen, das Düngen, das Bewässern und vieles mehr. Außerdem bekommst du ein Gefühl dafür, wie du Kunden vom Kauf bestimmter Pflanzen überzeugen kannst, sie über die Pflege der Pflanzen informierst und sie langfristig an deinen Betrieb bindest.

Gärtner der Fachrichtung Baumschule vermehren, kultivieren, ernten und verkaufen Bäume, Sträucher und andere Pflanzen.

Was macht ein Gärtner Fachrichtung Baumschule?

In der Baumschule unterrichtest du Bäume nicht etwa darüber, wie sie am besten wachsen, sondern du  züchtest sie heran und verschulst sie. Das bedeutet, dass du sie regelmäßig umpflanzt, damit sich die Wurzeln neu verzweigen können. Es gibt unterschiedliche Bereiche, die du in der Baumschule durchlaufen wirst. Dazu gehören: Anpflanzung und Bewässerung, Schnitt, Kommissionierung und Verladung, Versand und Rodung. Wenn du von der Arbeit im Freien nach deiner Ausbildung erst einmal genug hast, kannst du dich auch auf den Verkauf der Bäume und die Beratung von Privatkunden und Großkunden spezialisieren oder im Büro tätig werden.

Aus Samen werden Pflanzen und Bäume

Laub- und Nadelbäume, Hecken, Ziersträucher, Rosen oder Obstbäume – zwischen ihnen fühlst du dich nicht nur wohl, sondern bist auch stolz, denn du hast sie angelegt und dafür gesorgt, dass sie bereits so groß geworden sind. Nachdem du den Boden vorbereitet und das Saatgut ausgewählt hast, säst du die Samen aus und pflegst sie – entweder in Pflanzenbeeten, Jungpflanzenbehältern oder im Gewächshaus. Dort vermehrst du Pflanzen durch Stecklinge, also Sprossteile von Pflanzen, die wieder neue Wurzeln schlagen und sich zu einer selbstständigen Pflanze entwickeln. Wurzeln und Triebe der Pflanzen müssen hin und wieder gekürzt werden, damit die Gewächse nicht ein zu großes Wurzelwerk bekommen. Sie sollen schließlich noch verkauft und verpflanzt werden. Das nennt man übrigens „verschulen“.

Nährreiche Böden sind die Voraussetzung

Damit die Sämlinge – so bezeichnet man die gekeimten Jungpflanzen – zu einem großen Gewächs bzw. Gehölz heranwachsen können, muss der Boden regelmäßig bearbeitet werden. Dazu lockerst du ihn und versetzt ihn mit Nährstoffen, die die Pflanzen für ihr Wachstum benötigen. Zusätzlich werden Pflanzenschutzmittel eingesetzt, um Schädlinge abzuhalten.

Beratung und Verkauf

Haben die Bäume ihre optimale Verkaufsgröße erreicht, kennzeichnest du sie und rodest sie für den Verkauf an Landschaftsgärtner, Gartenbaucenter oder auch Hobbygärtner. Dabei helfen dir spezielle Grabemaschinen und Rodegeräte. Du berätst insbesondere Privatkunden zur Pflege der Gewächse, zur Einpflanzung und sicherst die verkauften Pflanzen für den Transport.

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildungsinhalte

Die vielen unterschiedlichen Gehölze namentlich auswendig zu kennen scheint auf den ersten Blick unmöglich. Doch du wirst sehen, nach und nach kannst du dir die vielen lateinischen sowie deutschen Namen merken. Du lernst auch verschiedene Pflanzenschutzmaßnahmen kennen, erfährst welche Pflegemaßnahmen besonders umweltfreundlich sind und was einen guten, nährreichen Boden ausmacht. 

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernst du die technischen Geräte und Maschinen deines Betriebs kennen, wie zum Beispiel automatische Bewässerungs-, Düngungs- oder Rodungsanlagen.  Du lernst, wie man Triebspitzen einer Pflanze entfernt, wie und vor allem wo Pflanzen geschnitten werden, wie man die Qualität der Gewächse beurteilt und Bodenanalysen durchführt.

Gärtner der Fachrichtung Staudengärtnerei kultivieren, vermehren, ernten, bereiten auf und vermarkten Pflanzen oder pflanzlichen Produkte.

Was macht ein Gärtner Fachrichtung Staudengärtnerei?

Als Stauden- oder Zierpflanzengärtner beschäftigst du dich mit kleinen Pflanzen. Hier ist ein grüner Daumen Pflicht. Du musst genau wissen, was eine Pflanze braucht, welche Ansprüche sie an die Umwelt stellt und was zu jedem Zeitpunkt gerade in der Pflanze passiert. Das erfordert eine gute Beobachtungsgabe und viel Geduld. 
Als Staudengärtner produzierst du winterharte Pflanzen für den Garten. Als Jungpflanzen werden sie verkauft und niemand kann so richtig ahnen, was mal daraus wird – außer dir natürlich! Du kennst die botanischen Namen auf Latein und Deutsch und kannst sie schon einem kleinen Setzling zuordnen. Staudengärtner arbeiten vor allem im Freien. Nur zu Vermehrungs- und Topfarbeiten, bei der Stauden geteilt und neu eingepflanzt werden, bist du in Arbeitshallen deines Betriebs unterwegs.

Was sind Stauden?

Als Stauden bezeichnet man Pflanzen, die mehrere Jahre alt werden und jährlich blühen und fruchten. Bäume und Sträucher gehören jedoch nicht dazu, weil „Stauden“ nur solche Pflanzen sind, die oberirdisch keine holzigen, sondern ausschließlich weiche Bestandteile haben. Sie überwintern zum Beispiel in Form von Knollen und Zwiebeln und treiben im Frühjahr wieder aus. Es gibt sehr viele unterschiedliche Staudenarten, die alle eine besondere Behandlung erfordern. Auch Gräser und Wasserpflanzen zählen übrigens dazu.

Wie werden sie gezüchtet?

Stauden werden im Garten, in Parks, zum Beispiel als Uferbepflanzung, aber auch in Pflanzengemeinschaften in Verbindung mit Obstbäumen eingesetzt. Durch Teilung, Stecklinge oder Wurzelschnittlinge können sie vermehrt werden. Die Jungpflanzen werden in Töpfe verpflanzt und auf Stellflächen oder in Kastenquartieren gelagert. Hier bewässerst du sie, befreist sie von Unkraut und sorgst für eine optimale Belichtung und Temperatur. In hoch modernisierten Gewächshäusern regeln das automatisierte Klima- und Bewässerungsanlagen für dich.

Der Verkauf

Nachdem die Stauden im Frühjahr wieder Triebe entwickelt haben, sind sie bereit für den Verkauf und das Umtopfen. Du berätst deine Kunden zu den unterschiedlichen Staudengewächsen, ihren Bedürfnissen und Eigenarten.

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildungsinhalte

Einen Pflanzenkatalog unter das Kopfkissen zu legen reicht leider nicht, um die unterschiedlichen Staudenarten mit ihren lateinischen und deutschen Namen zu kennen. Du wirst sehen,  je mehr Namen du kennst, desto leichter fällt es dir, neue hinzuzulernen. Wenn du erst die Systematik der Pflanzen von der Taxa- bis zur Klassenebene verstanden hast,  kannst du mit den lateinischen Begriffen schon gleich viel mehr anfangen! Du lernst in der Berufsschule auch Grundlagen der Vermarktung und der  betrieblichen Abläufe  und Strukturen kennen.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Betrieb lernst du unter anderem, was es heißt, in einer Staudengärtnerei  erfolgreich zu wirtschaften und gleichzeitig umweltschonende, energieschonende und pflanzengerechte Maßnahmen zur Züchtung der Staudengewächse einzusetzen. Du lernst  die natürliche Pflanzengemeinschaft, die Standort- und Klimaansprüche der Stauden kennen, lernst, wie man Stecklinge und Wurzelschnittlinge von Mutterpflanzen abtrennt und für die Pflanzenvermehrung einsetzt. Außerdem wirst du bereits früh im Kundenkontakt eingesetzt, um zu lernen, wie du dein Wissen verständlich an Pflanzenfreunde (mit und ohne grünen Daumen) weitervermittelst.

Gärtner der Fachrichtung Gemüsebau ziehen die Pflanzen vom Samen zur Jungpflanze auf und von der Jungpflanze bis hin zur ausgewachsenen Gemüsepflanze.

Was macht ein Gärtner Fachrichtung Gemüsebau?

Im Gemüsebau begleitest du dein Produkt von der Blüte bis zur Ernte. Natur und Technik stehen in deinem Beruf im Einklang. Einiges wird noch in Handarbeit erledigt, zum Beispiel, wenn sehr kleines Saatgut gesät wird, doch um die Arbeit zu erleichtern und effizienter zu wirtschaften, sind oft Maschinen im Einsatz.  Unterschiedliche Betriebe verwenden oft unterschiedliche Techniken und Methoden des Obst- und Gemüseanbaus. Das macht einen Betrieb aus. Pflanzen, Pflanzenschnitt, Winterschnitt, Pflanzenschutz, Sommerschnitt und die Ernte – so sehen die verschiedenen Arbeitsschritte aus. Nach der Ernte fährst du vielleicht sogar mit zum Markt, um deine Produkte unter die Leute zu bringen.

Gesunde Pflanzen

Spargel, Pilze, Zwiebeln, Kartoffeln, Spinat, Tomaten, Paprika, – die Liste der heimischen Gemüsesorten ist lang. Um aus Samen Jungpflanzen und aus Jungpflanzen ausgewachsene Gemüsepflanzen heranzuziehen, bedarf es fundierter Kenntnisse über optimale Bedingungen, Pflanzenschutz und einer fachgerechten Bodenpflege. Meist haben sich Betriebe des Gemüsebaus auf eine oder mehrere Sorten spezialisiert und entwickeln beispielsweise eigene ökologische Anbauverfahren. Zunächst müssen Flächen ausgemessen und die Bepflanzung geplant werden. Wenn die Qualität des Bodens überprüft und für geeignet befunden wurde, kann das Gemüsesaatgut ausgesät werden. Zum Teil werden auch Gemüsepflanzen bereits als Jungpflanzen gekauft und zur Verkaufsreife herangezüchtet. 

Spaten und Schaufel, Sämaschine und Sortiermaschine

Es gibt zwar noch Einiges per Hand zu tun, doch einen großen Teil der Arbeit nehmen dir Maschinen ab. Das Pflügen des Bodens oder das Aussäen musst du nicht mehr mit der Hand machen. Bei  Qualitätskontrollen und bei der Ernte ist jedoch noch Kraft und Ausdauer gefragt. Du bist vor allem draußen, aber auch in Gewächshäusern unterwegs. Dort regelst du Temperaturen und Lichtverhältnisse und setzt Nützlinge zur Schädlingsbekämpfung ein.

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildungsinhalte

Welche Erden es gibt und wie sie mit Nährstoffen angereichert werden, welche Ansprüche bestimmte Gemüsesorten stellen und wie du sie vom Samen bis zur Jungpflanze bis zum ausgewachsenen Gewächs heranziehst, erfährst du zunächst in der Theorie in der Berufsschule.  Auch das nötige technische Know-how, um die verschiedenen Ernte, Sä- und Düngungstechniken zu verstehen und anzuwenden, erwirbst du dort.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

In deinem Ausbildungs-Gemüsebaubetrieb lernst du zunächst die betrieblichen Abläufe und wirtschaftlichen Zusammenhänge kennen. Wo wird wann was geliefert? Welche Produkte werden an wen verkauft? Wie sorgst du für einen einwandfreien Einsatz der Maschinen und Geräte? Wie wird das Gemüse für den Transport gelagert und gesichert? Du durchläufst die unterschiedlichen Schritte des Gemüseanbaus vom Säen des Saatguts bis zu Ernte und Lagerung und darfst im Laufe deiner Ausbildung zunehmend eigenverantwortlich handeln.

Gärtner der Fachrichtung Obstbau sorgen für einen kontrollierten, integrierten und umweltschonenden Anbau von Obstbäumen.

Was macht ein Gärtner Fachrichtung Obstbau?

Im Obstbau begleitest du dein Produkt von der Blüte bis zur Ernte. Natur und Technik stehen in deinem Beruf im Einklang. Einiges wird noch in Handarbeit erledigt, zum Beispiel, wenn sehr kleines Saatgut gesät wird, doch um die Arbeit zu erleichtern und effizienter zu wirtschaften, sind oft Maschinen im Einsatz.  Unterschiedliche Betriebe verwenden oft unterschiedliche Techniken und Methoden. Das macht einen Betrieb aus. Pflanzen, Pflanzenschnitt, Winterschnitt, Pflanzenschutz, Sommerschnitt und die Ernte – so sehen die verschiedenen Arbeitsschritte aus. Nach der Ernte fährst du vielleicht sogar mit zum Markt, um deine Produkte unter die Leute zu bringen. 

One apple a day …

… keeps the doctor away – ein Spruch, den du als Gärtner im Obstbau so unterschreiben würdest. Äpfel, Birnen, Pflaumen, Himbeeren, Erdbeeren, Kirschen – die Liste der Obstsorten ist lang und beliebig ausbaubar. Die Betriebe haben sich meist auf eine bestimmte Sorte spezialisiert und kennen sich mit ihr umso besser aus. Du weißt, in welchem Boden und unter welchen Witterungsbedingungen sie sich wohlfühlt, welche Schädlinge sie gar nicht gern mag und wann ihre Früchte am leckersten sind. Ob per Hand oder mit Maschinen – dein Arbeitsplatz ist immer draußen. Du kümmerst dich sowohl um Pflanzen als auch um die Anbauflächen. Pflügen, Spritzen und Bewässern gehört zu deinen Aufgaben. Dabei achtest du selbstverständlich immer auf die Auswirkungen auf die Umwelt, hast aber auch die Wirtschaftlichkeit deines Betriebs im Blick. Um Schädlinge zum Beispiel auf natürliche Art und Weise zu bekämpfen, verwendest du sogenannte Nützlinge, wie zum Beispiel Marienkäfer, deren Lieblingsspeise Blattläuse sind.

Ernte und Lagerung

Jede Obstsorte erfordert ihre eigene Erntetechnik. Zum Teil können auch hier Maschinen eingesetzt werden, vieles ist allerdings noch Handarbeit. Das Sortieren und Abpacken nimmt dir eine automatisierte Anlage ab. Dank der weit entwickelten Technik können hier zum Beispiel Standardgrößen festgelegt und davon abweichende Früchte aussortiert werden. Auch die Lagerung ist eine Wissenschaft für sich. Bei richtiger Lagerung kann man den Verlust von Vitaminen herauszögern und dafür sorgen, dass die Früchte lange knackig und frisch bleiben.

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildungsinhalte

Damit du auch für die Bedienung der technischen Anlagen im Betrieb gut vorbereitet bist, lernst du bereits in der Berufsschule unterschiedliche Sä-, Ernte- und Bodenbearbeitungstechniken kennen. Den größten Bestandteil aber bildet die Botanik. Das Wissen über Obstbäume und ihre Ansprüche erwirbst du zu einem großen Teil bereits in der Berufsschule.  Du erfährst, welche Methoden der Züchtung es gibt und wie Pflanzen vermehr werden können. Auch im Bereich des Pflanzenschutzes wirst du verschiedene  Verfahren kennenlernen. 

Betriebliche Ausbildungsinhalte

So ein Obstbaubetrieb kann ganz schön groß sein. Bist du alle Bereiche durchlaufen hast, dauert es also und du wirst bestimmt keine Langeweile bekommen. Du lernst die verschiedenen Anbauflächen kennen, lernst Maschinen und Geräte einzusetzen und instand zu halten. Außerdem erwirbst du alle notwendigen Kenntnisse über die Pflanzen und ihre Ansprüche, lernst die Qualitätskontrolle kennen und  wirst auch im Verkauf der Früchte eingesetzt.

Wie gut passt der Beruf Gärtner zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne etwas mit deinen Händen erschaffen möchtest, ist der Beruf Gärtner genau der richtige für dich.
Wenn du nicht körperlich anstrengend arbeiten möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.

Hilfreiche Fähigkeiten

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