Wichtigkeit von Azubi-Bindung im Rahmen der Employability

Erfolgreiche Personalbindung ist heutzutage entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Die Bedeutung des Preboardings von angehenden Azubis ist erheblich, denn zwischen Vertragsunterzeichnung und Ausbildungsbeginn liegen meist mehrere Monate. Eine lange Zeit für Jugendliche, sich eventuell doch noch einmal umzuorientieren. Auch während der Ausbildung ist die Integration des Azubis ins und somit auch die Bindung ans Unternehmen erforderlich. Wurden die jungen Nachwuchskräfte über den Ausbildungsrahmenplan hinaus geschult, z.B. mittels Weiterbildung, Schulungen und gesonderten Maßnahmen, sollte es jedem Unternehmen ein persönliches Anliegen sein, den Azubi an sich zu binden.

Preboarding – Wie wichtig die Zeit vor dem Ausbildungsbeginn ist

Mit der Unterzeichnung des Ausbildungsvertrags wird die zukünftige Zusammenarbeit zwischen dem Jugendlichen und dem Unternehmen besiegelt - rechtlich und zunächst. Viel zu oft nämlich springen die mühsam rekrutierten Nachwuchskräfte noch vor Beginn der Ausbildung wieder ab und treten den Ausbildungsplatz nicht an. Um das zu verhindern, ist es wichtig, die zukünftigen Auszubildenden so früh wie möglich emotional an das Unternehmen zu binden. Deswegen sind bindungsfördernde Maßnahmen bereits vor dem ersten Ausbildungstag enorm wichtig. Die erste Phase des Onboarding-Prozesses, das Preboarding, setzt genau hier an.

Integration und Bindung gegen Ausbildungsabbrüche

Ausbildungsabbrüche können vielerlei Gründe haben und in jeder Phase der Ausbildung vorkommen – auch bereits ab Vertragsunterzeichnung, also noch bevor der Jugendliche seine Ausbildungsstelle überhaupt angetreten hat. Es wäre falsch zu behaupten, dass dies komplett verhindert werden könne. Allerdings gibt es Möglichkeiten, mit denen die Gefahr von der vorzeitigen Beendigung der Ausbildung deutlich reduziert werden kann: Integration und Bindung.

Die Bildung in der Ausbildung

Der französische Mitfahrdienst BlaBlaCar trägt im Namen, was als Aufforderung gedacht ist: Die Unterhaltung (das BlaBla) während der Autofahrt. So geschah es kürzlich nach einer Phase des Schweigens und Nachdenkens, dass mein Mitfahrer fragte: „Was in der Ausbildung ist Bildung?“ Was Bildung bedeutet, lässt sich aus unterschiedlichen Quellen herleiten. Das Lexikon besagt, der Begriff steht für Erziehung, Formung, Schaffung, Entstehung und Gestaltung. In Wikipedia lesen wir, dass der Ausdruck verwendet wird für „sich bilden“, „gebildet werden“ und „gebildet sein“. Doch was genau ist Bildung?

Azubis bereits vor der Ausbildung binden

Seit Jahren steigen Erwartungen und Anforderungen, sowohl von Unternehmen als auch potenziellen Bewerbern. Immer weniger Ausbildungsstellen können aufgrund der hohen Konkurrenz am Markt besetzt werden. Dies macht vor allem kleineren Unternehmen zu schaffen. Großfirmen werben mit großzügigen Verträgen, attraktiven Gleitzeitmodellen oder verlockenden Benefits wie Betriebs-Smartphones. Dies sind nur wenige Gründe, weshalb sich der Recruitingprozess von Auszubildenden gerade für mittelständische Unternehmen zu einer großen Herausforderung entwickelt.

Ausbildungsleiter Konrad Ostermeier im Interview

2015 hat die Firma Gauselmann erstmalig das Zertifizierungsverfahren zum Best Place to Learn durchlaufen. Drei Jahre später stand nun die Re-Zertifizierung an. Im Interview mit u-form schildert Konrad Ostermeier, wie sich die Ausbildungsarbeit bei Gauselmann seitdem entwickelt hat und welchen Nutzen er in dem Gütesiegel für die betriebliche Ausbildung sieht.

Qualität und Wertschätzung in der Ausbildung steigern

Es war ein Kraftakt, und er hat sich gelohnt: Die Ardagh Glass GmbH hat die Ausbildung im Unternehmen grundlegend verändert. Tom Decker ist als Ausbildungsleiter der Ardagh Group für den gewerblich-technischen Glasbereich für insgesamt 120 Azubis an acht Standorten in Deutschland zuständig. In seinem Erfahrungsbericht spricht er über Qualität, Wertschätzung und kleine Schilder mit großer Wirkung.

Bewerbersuche in der Baubranche

Beton-, Straßen-, Kanalbau: Die gewerblichen Bauberufe stehen bei vielen Jugendlichen nicht an erster Stelle – lieber wollen sie im Büro arbeiten oder KFZ-Mechatroniker werden. Von den zahlreichen Vorteilen der Bauberufe muss der Nachwuchs erst einmal überzeugt werden. Wenn sie dann aber sehen, welche Möglichkeiten der Bau in Bezug auf Ausbildung, Verdienst und Aufstiegsmöglichkeiten bietet, kommt schnell Begeisterung auf.

Warum die Ausbildung wieder mehr in den Fokus gerückt werden muss

„Ich gehe nach dem Abitur an die Uni“ oder „Nach der Realschule mache ich mein Fachabi und studiere“ sind Antworten, die man heutzutage von über der Hälfte der Schulabgänger hört, wenn man sie fragt, was sie nach der Schule machen wollen. Ein Trend, der immer deutlicher wird, und bereits jetzt negative Folgen für den deutschen Arbeitsmarkt und viele Ausbildungsbetriebe hat. Wie kann die duale Ausbildung also wieder mehr in den Fokus gerückt werden?

Wie Betriebe Ausbildungsabbrüche verhindern können

Einer von vier Azubis steigt frühzeitig aus seinem Ausbildungsverhältnis aus. In vielen Fällen ist eine Gratifikationskrise der Grund dafür. Doch es gibt Abhilfe: Mit der richtigen Gestaltung der Aufgaben können ausbildende Betriebe die Abbruchneigung in Grenzen halten und verhindern, dass wertvolle Ressourcen vergeudet werden, weiß Dr. Ernst Deuer, Professor für Personalmanagement und Mitarbeiterführung an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Ravensburg. Seit fast 20 Jahren beschäftigt er sich in eigenen Studien mit dem Thema Ausbildungsabbruch und Präventionsansätzen. Im Interview gibt er Tipps, wie Betriebe ihre Ausbildung gestalten und Gratifikationskrisen vermeiden können.