polipol, 21147 |
Polsterer/Polsterin |
Welche Aufgaben übernimmst du hauptsächlich?
Während meiner Ausbildung habe ich die Möglichkeit, in allen Bereichen unserer Entwicklungsabteilung zu arbeiten. Ich übernehme z. B. Tischlerarbeiten, Näharbeiten, Polsterarbeiten und bin auch teilweise schon mit der Entwicklungsarbeit unserer Polstergarnituren beschäftigt. In der Entwicklung zeichne ich Modelle maßstabsgetreu oder fertige Schablonen für Zuschnitte an.
Was ist das Besondere an deinem Betrieb?
Das Besondere an meinem Unternehmen ist, dass ich hier in einer Entwicklungsabteilung arbeite. Hier kann ich schon als Azubi kreativ arbeiten und eigene Ideen einbringen. Außerdem fertigen wir bei uns nur Einzelstücke an und führen alle Arbeitsschritte wirklich handwerklich durch. Für uns Azubis heißt das, das wir alle Arbeitsschritte „von der Pike auf“ lernen und viel Abwechslung dabei haben. Ganz wichtig ist auch, dass bei uns viel Wert auf ein gutes Arbeitsklima und Teamgeist gelegt wird. Das Unternehmen fördert dieses gezielt durch gemeinsame Unternehmungen, Ausflüge und andere Events. Unsere neuen Auszubildenden werden z.B. in jedem Jahr schon vor Ausbildungsbeginn zu einem Azubi-Tag eingeladen, damit sie die anderen Auszubildenden kennen lernen und so einen leichteren Einstieg haben!
Warum hast du dich für diesen Ausbildungsberuf entschieden?
Für mich persönlich wäre kein Beruf in Frage gekommen, bei dem man den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt. Den Beruf der Polsterin/er, insbesondere in der Entwicklungsabteilung, wo Woche für Woche neue Modelle ausgedacht und gebaut werden, finde ich interessant, weil handwerkliches Geschick und Kreativität gefragt sind und er so sehr Abwechslungsreich ist.
Welche Aufgaben gefallen dir besonders?
Am liebsten ist es mir, wenn ich anhand eines kleinen Projektes ein Möbelstück, wie z.B. ein Hocker oder ein Miniatur Sofa, von Anfang bis zum Ende selbst „erarbeiten“ kann. Angefangen mit der Entwicklung am PC, über das Aussuchen der Bezugsstoffe bis zum Polstern. Wenn man dann das Möbelstück fertig hat und sich in das selbst gebaute Werk setzen kann und es vor Augen hat, ist das ein tolles Gefühl!
Wie lange dauert deine Ausbildung und unter welchen Vorraussetzungen ist eine Verkürzung möglich?
Die Ausbildung zur Polsterin/er dauert in der Regel 3 Jahre, kann jedoch evtl. im Nachhinein um ein halbes Jahr verkürzt werden. Dieses ist nur möglich wenn man in der Zwischenprüfung (theoretisch und praktisch) einen Durchschnitt von 2,0 erlangt. Wenn man einen Realschulabschluss von einem Mindestdurchschnitt von 2,4 erlangt hat, kann man auch die 3 Jahre Ausbildung um ein halbes Jahr verkürzen. Allerdings müssen auch dann die Leistungen im Betrieb und in der Berufsschule gut und das Unternehmen einverstanden sein.
Wie ist der Unterricht an der Berufsschule organisiert und welche Fächer sind besonders wichtig?
Die Berufsschultage hängen vom jeweiligen Ausbildungsjahr ab. Im ersten Jahr sind es 2 Tage pro Woche, im zweiten sind es 1,5 Tage und im dritten nur 1 Tag pro Woche. An der Berufsschule werden die Fächer Deutsch, Sport und Religion nur 1 Jahr unterrichtet. Die anderen Fächer Mathe, Technologie, Politik, Wirtschaftslehre, Technische Kommunikation werden 3 Jahre unterrichtet. Die prüfungsrelevanten Fächer sind Technologie, Mathe, Technische Kommunikation und Wirtschaftslehre. Diese sind besonders wichtig, da sie berufsbezogen sind und auch in der Praxis zum Einsatz kommen (z.B. Eigenschaften von Stoffen).
Welche Perspektiven hast du nach der Ausbildung?
Nach der Ausbildung zur Polsterin habe ich viele Möglichkeiten. Ich kann bei Übernahme im Betrieb natürlich als Facharbeiter arbeiten und meine fachlichen Kenntnisse festigen. Aber es gibt auch viele Weiterbildungsmöglichkeiten, z.B. den Meisterlehrgang, ein Fachabitur oder auch ein Studium in Richtung Design. Doch das alles lasse ich erst mal auf mich zukommen – zuerst will ich mich auf die Ausbildung konzentrieren und diese gut abschließen!
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